Gezwiespaltet 30.November.2008
Wohin?
by Anna Diehl
Weit tragen mich meine Gedanken fort und kehren immer wieder zurück zu einem Platz, wo die Sonne scheint, das Leben tanzt und mir sehr wichtige Menschen wohnen. Begleitet werden diese Gedankenreisen von der Musik Adrianas Calcanhotos und Adao Negro. Zurück nach Bahia…
Ich erfreue mich des Schnees, der Kälte und der vorweihnachtlichen Gemütlichkeit. Vorfreude auf die Zeit mit meiner Familie. Glühwein, Weihnachtsmärkte und lange Gespräche verstärken diese Gefühle. Zurück zu den Wurzeln, Traditionen…
Meus amores 2.September.2008
Saudade
by Anna Diehl
Meus amores, amo vocês tanto e estou com muita saudade de vocês! Nunca vou esquecer vocês e muito obrigada pra todos! Só pra vocês!!!
Luci, eu e algumas criancas
Jessica
Daniel
Rodrigo
Ludiane
Natanael
e pra todas as criancas!!!Pra Rita, Vitor, Yeslei Luyze, Vinicius, Marilia, Cibelle, Wellington, Samara, Raique, Renan e pra muitas mais….
Zurückgekehrt 2.September.2008
Und, wie war´s so?
by Anna Diehl
“Und, wie war´s so?” – die Frage, die ich in letzter Zeit wohl am häufigsten gehört habe. Allerdings ist es nicht so einfach, zwischen Tür und Angel eine passende Antwort zu finden, die die Eindrücke eines ganzen Jahres zusammenfasst – den Erfahrungen gerecht zusammenfasst. Allgemein kann ich schon antworten “Ja, es war gut”. Doch in dieser Antwort sind nicht die traurigen Augen der armen Kinder, die alltägliche, allgegenwärtige Gewalt, die mitreißende Atmosphäre des einmaligen Karnevals in Salvador oder die Gastfreundschaft der Brasilianer.
Ab morgen werde ich auf einem Seminar sein, dass sich genau um diesen Fragen dreht – was bedeutet dieses Auslandsjahr für mich und wie gehe ich mit meinen guten und schlechten Erfahrungen um? Wie beziehe ich meine Umgebung ein, wie kann ich ihnen etwas über mein FSJ vermitteln, ohne ihnen stundenlang die Ohren voll zu reden?
Ich hoffe, dass ich mir die nächsten Tage über solche und weitere Fragen bewusst werde und vielleicht einen Ansatzpunkt finde, die Fragen zu beantworten…
Schule 19.November.2007
Lehrerin…
by Anna Diehl
also heute habe ich eine neue Arbeit angefangen und zwar bin ich jetzt “Proffissora Ana!”….also Lehrerin. Im Nachbardorf Morro de São Paulo im Arbeiterviertel Zimbo gebe ich an der dortigen Schule Englischunterricht. Ich war echt überrascht wie aufmerksam und konzentriert heute alle Schüler waren…als ich die Schule in Cairu besucht habe, herrschte dort das reinste Chaos und hier fängt die Schule pünktlich um 8 Uhr an und geht bis 11:40Uhr. Leider fangen in 2 Wochen schon die Sommerferien an, die 3 Monate dauern, d. h. meine Arbeitszeit ist begrenzt bzw. erstmal unterbrochen!Also das wars nur mal kurz – meine Zeit ist rum (bin im Internetcafé) – ich melde mich wieder!!!
Liebste Grüsse
Neuigkeiten 13.November.2007
Infos & Fotos
by Anna Diehl
Jetzt hab ich mich ja schon länger nicht gemeldet und dieser Beitrag wird auch nicht sonderlich üppig ausfallen…*T´schuldigung* Mir geht es weiterhin sehr gut hier in Brasilien und morgen werde ich für einige Zeit eine neue Arbeit beginnen. Ich werde irgendetwas mit Kindern arbeiten, weiss aber noch nichts genaueres. Dafür werde ich meinen derzeitigen Wohnort Cairu verlassen und in das Dorf Gamboa ziehen, das auf einer anderen Insel liegt. Gamboa gehört zur Ilha de Tinharé und ist das Nachbardorf von Morro de São Paulo, dem berühmten Tourismus Ziel. Gamboa hat auch einen schönen Strand und deshalb freue ich mich schon riesig auf meine Zeit dort!
Die letzten 1,5 Wochen habe ich in Simoes Filho bei Freunden verbracht, wo die folgenden Fotos entstanden sind:
In deren Haus habe ich meinen “Urlaub” verbracht

Daniela,Vick und ich am Geburtstag zweier Freunde

Daniela, Liisa und ich bei einer Backsession!
Lecker, lecker dieser Schokokuchen!!!

Dann nochmal ein aktuelles Foto von mir!
Gestern entstanden- im Hintergrund Salvador!!!
Also, für´s erste muss dieser Bericht reichen…bei Fragen einfach eine E-Mail schicken oder einen Kommentar erstellen…
Gruss und Kuss aus der Ferne eure Anninha
Fotos 6.Oktober.2007
Neuigkeiten-Rueckblick-Arbeit 20.September.2007
Neuigkeiten
by Anna Diehl
Also, es passiert so viel hier in Cairu und in der Gemeinde, dass ich nun mal ein bisschen berichten muss. Grundlegend ist zu sagen, dass ich in Cairu in einem Kloster wohne, das 1650 gebaut wurde und seitdem kaum etwas daran getan wurde, d.h. ich lebe in einer “Bruchbude”. Das Kloster wird aber zur Zeit renouviert und ich muss sagen, dass ich mich trotz einfachster Verhaeltnisse hier richtig wohl fuehle. Ich habe ein kleines Zimmer mit Waschbecken, einem kleinen Tisch, einem Stuhl, zwei Betten (wovon eins als “Schrank” dient) und einem genialen Ausblick auf die “Stadt” und das Meer. Einen Strand gibt es hier nicht, da die Insel Cairu keine Kueste zum Atlantik hat, weil die beiden grossen Inseln Tinharé und Boipeba davor liegen. Diese beiden Inseln, sowie weitere 23 kleine Inseln, gehoeren zur Gemeinde von Cairu und stellen somit meinen “Arbeitsraum” dar. Eigentlich werden alle Strecken mit dem Boot zurueckgelegt, was sehr lustig ist und ich somit auch lerne, ein Boot zu steuern!Vom Kloster aus haben wir 2 Boote, ein schnelles und ein langsames. Das schnelle Boot ist aber leider seit 2 Tagen betriebsunfaehig und so mussten wir gestern mit dem langsamen in ein Dorf fahren, was 2 Stunden gedauert hat. Das Gute an diesem Boot ist, dass man sich Haengematten reinhaengen kann und die Fahrt dann sehr gemuetlich ist.
Also meine Hauptarbeit, von Dienstags bis Donnerstags, besteht darin, mit zwei Jugendlichen und einer Schwester in die Doerfer der Gemeinde Cairu zu fahren und dort eine Art Registrierung vorzunehmen, eine Statistik ueber die Lebensverhaeltnisse aufzustellen. Dabei werden die Fragen nach der Anzahl der Kinder, deren Bildungsstand, ob die Eltern verheiratet sind usw. gestellt. Wir gehen von Haus zu Haus bzw. von Huette zu Huette und wirklich alle Brasilianer laden uns ein und sind sehr, sehr gastfreundlich (was ich von Deutschland in dieser Art und Weise nicht gewoehnt bin). Die Arbeit hier in Brasilien verlaeuft ganz anders als in Deutschland und die Arbeitszeiten sind nicht so ganz festgelegt. Wir fangen meist so gegen 9Uhr an und machen dann bis 16 oder 17 Uhr, mit einer Mittagspause von 12-14Uhr. Das Schoene an meiner Arbeit ist, dass ich rum komme und die Menschen und ihre Mentalitaet kennenlerne.
Ausser meiner Hauptarbeit begleite ich noch Frei Lucas oder einen der anderen, wenn diese irgendwohin fahren, damit ich moeglichst viel zu sehen bekomme. So war ich zum Beispiel letzte Woche von Donnerstag bis Dienstag in Boipeba auf der Insel Boipeba bei der Schwester, mit der ich zusammenarbeite, und habe Strandurlaub gemachtHier ist zur Zeit noch Winter und die Temperaturen bewegen sich sich um die Mitte 20 – Anfang 30 Grad Celsius- ganz angenehm!
Die Stadtverwaltung von Cairu hat mich noch gebeten Montags Abends einen Englischkurs fuer ein paar Jungendlich zu geben, damit diese sich ein wenig Geld mit der Rumfuehrung von Touristen verdienen koennen. Mit diesem Kurs habe ich aber noch nicht angefangen, da ich die letzten Montage immer weg war (Boipeba,Salvador…)
Sozialkontakte habe ich schon einige geschlossen, da die Brasilianer sehr offen und unheimlich an der “Deutschen” interessiert sind. Hier im Kloster treffen sich immer viele Jugendliche um zu musizieren und so habe ich nun auch schon ein paar Lehrer, die mir das Gitarrespielen beibringen. Im Gegenzug dafuer mache ich mit ihnen ein bisschen Englisch, was unheimlich lustig ist. Hier wird viel gelacht, gesungen, getanzt und insgesamt ist das Leben hier sehr freulich und laut- toll!!
Mit der Sprache komme ich auch immer besser zurecht, ich verstehe immer mehr und wenn man langsam mit mir spricht alles und meine sprachlichen Faehigkeiten erweitern sich stetig.
Also, das wars mal wieder fuers Erste und ich hoffe, ich habe einige offene Fragen bantworten koennen (mit Gruss an Resi?!)!!!Ansonsten einfach immer Fragen stellen…

























